Wir haben in Teil 1 über die Ursachen gesprochen, dass kaum noch Gebäude in Deutschland saniert werden. Trotz öffentlicher Sanierungsförderung sind die Sanierungskosten für die meisten Hausbesitzer einfach zu hoch da von Staats wegen zwar gefördert wird aber hauptsächlich im Interesse politischer Ziele wie Klimaschutz und Stützung der Bauwirtschaft während Verbrauchervertreter an der Diskussion der Maßnahmen kaum beteiligt sind.
Heute wechseln wir den Blickwinkel: Als Hausbesitzer möchte ich zuerst mal meine Brieftasche entlasten. Wenn dabei Klimaschutz und ein Auftrag für die Bauwirtschaft als Nebenprodukte anfallen, gut, aber das sind nicht meine Hauptziele. Die Sanierungskosten sollen möglichst gering, die Einsparungen möglichst groß ausfallen.
Um dahinzukommen muss ich zunächst einmal wissen wo in meinem Haus die meiste Wärme verschwindet. Diese nach Räumen differenzierte Berechnung der Heizlast ist nach DIN (und nach öffentlichen Sanierungsvorgaben) aber nicht vorgeschrieben und wird deshalb oft gar nicht angefertigt. Ergebnis: Das ganze Gebäude wird immer insgesamt saniert. Da die politischen Vorgaben den Energieberater auch dazu drängen, das Dach maximal zu dämmen und gleich noch eine PV-Anlage, einen Stromspeicher und eine Wärmepumpe mitzuverkaufen, kostet mich eine typische Sanierung (EFH, 60er Jahre, Keller und zwei Geschosse) NACH Abzug der Förderung gerne noch 100.000€ was die Sanierung in vielen Fällen verhindert.
Betrachtet man das Gebäude detailliert, ergeben sich in den meisten Fällen viel günstigere Maßnahmen: Erhalt und ggfs. Ergänzung der Heizung, Dämmung je nach Wärmeverlust und Optimierung der Lüftungswärmeverluste sind auch OHNE Förderung für weniger als die Hälfte zu haben und lohnen sich viel schneller als die „Sanierung per Gießkanne“. Natürlich ist eine detaillierte Gebäudeerfassung und -bewertung mit Berechnung der raumweisen Heizlast hierzu unerlässlich. Auf dieser Basis erstellen wir Ihnen einen Katalog an unabhängigen Maßnahmen, die Sie in beliebiger Kombination und Reihenfolge umsetzen können. Dabei listen wir Ihnen auch auf wie lange die einzelne Maßnahme braucht bevor sie sich rentiert. Müsste man immer so machen, oder?
In Teil 3 „Unser unverbindliches Orientierungsgespräch: Starten statt warten“ sage ich Ihnen wie Sie ohne Risiko Ihren Einstieg in die Gebäudesanierung finden.
